Während der Bürgermeister offen über eine Kirmes ohne Festzelt nachdenkt, hat die CDU-Fraktion in Ibbenbüren dazu einen klaren Standpunkt: Das Festzelt soll bleiben.

Hintergrund der Diskussion ist ein Vorschlag der Stadtverwaltung, der dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden soll. Darin ist von einem „Verzicht“ auf das traditionelle Festzelt an der Weberstraße die Rede, um Platz für zusätzliche Fahr- und Laufgeschäfte zu schaffen. Es liege „mal wieder“ keine Bewerbung für das Festzelt vor, heißt es in der Begründung der Verwaltung.

Dabei sei der Festwirt weiterhin bereit, das Zelt wie gewohnt zu betreiben, wie die CDU in verschiedenen Gesprächen mit handelnden Personen erfuhr: „Wir fürchten, die Verwaltungsspitze macht es sich hier zu leicht“, kommentiert CDU-Fraktionsvorsitzende Ulrike Sackarndt. Die Kirmes sei weit über Ibbenbüren hinaus ein beliebtes Volkfest und im Kalender vieler Menschen jedes Jahr fest eingeplant. „Da gehört selbstverständlich auch unser Festzelt dazu“, heißt es weiter, „und wir setzen uns dafür ein, dass das auch zukünftig so bleibt.“

Im Zelt spielt sich schließlich ein buntes Rahmenprogramm ab – angefangen von der Eröffnungsfeier mit Fassanstich durch den Bürgermeister über den sonntäglichen Gottesdienst bis hin zu ausgelassenen Feiern am Abend. Außer-dem sei das Zelt wichtiger Treffpunkt und Anlaufstelle für Jung und Alt.

Ratsherr Ulrich Remke betont: „Da wollen wir ansetzen und mit innovativen Lösungen wie etwa einem Kirmesflohmarkt oder neuen Formaten für alle Generationen überzeugen.“ So schaffe man eine Symbiose aus Tradition und Moderne und könne das Zelt für die nächsten Jahre noch attraktiver machen.
Nach einem Jahr Corona-bedingter Pause, die auch ein „Ibbi-Land“ nicht füllen konnte, bleibt die Hoffnung auf eine rasche Bändigung der Pandemie, damit wir vielleicht schon in diesem Jahr wieder unsere Kirmes feiern können.

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