Mit dem Entwurf des „Mobilitätskonzept 2035+“ lag dem Rat zuletzt ein richtungsweisendes Papier für die Mobilitätsplanung der nächsten fünfzehn Jahre vor. Die Entstehung des Konzeptes geht auf einen Antrag der CDU-Fraktion im Rat zurück – die stimmt beim Gesamtwerk allerdings nicht mit.

Die Fraktionsvorsitzende Ulrike Sackarndt erklärt: „Für uns ist wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt einbezogen werden. Das bildet dieses Konzept nicht ab.“ Es gibt viele Punkte, die ihre Fraktion unterstützen kann. So stellt das Konzept zum Beispiel den Klimaschutz in den Mittelpunkt.
Die CDU-Fraktion fordert allerdings, erst das Radwegenetz auszubauen und den ÖPNV mit besserer Taktung zu stärken, bevor die Stadt darüber nachdenkt, Parkplätze zu verknappen. Es brauche zuerst attraktive Alternativen, damit die Bürgerinnen und Bürger frei entscheiden können, wie sie ihre Wege zurücklegen. Die Idee der Verwaltung, die Innenstadt komplett für den Kraftfahrzeugverkehr zu sperren, würde die Menschen zum Umstieg auf andere Verkehrsmittel zwingen und den Einzelhandel schwächen, der sowieso aktuell um jeden Kunden kämpfen muss. „Unsere Innenstadt ist auch deshalb interessant, weil man so nah an die Geschäfte herankommt“, heißt es weiter.

Außerdem plant die Verwaltung eine „City-Logistik“ für Ibbenbüren. Aus Sicht der CDU-Fraktion mag das für Großstädte sinnvoll sein, für Ibbenbüren sei das jedoch zu groß gedacht. „All das kostet die Stadt schon jetzt viel Geld. Zusätzliche Kosten für weiteres Personal und immer neue Gutachten lehnen wir ab“, führt Sackarndt aus.

Im Stadtrat beantragte die CDU deshalb, die verschiedenen Handlungsfelder einzeln abzustimmen. So hätte man einen Großteil der Maßnahmen einmütig verabschieden und vereinzelt nachjustieren können. Insbesondere die Bereiche im Rad- und Fußverkehr sowie bessere Barrierefreiheit unterstützt die CDU-Fraktion ausdrücklich. Eine Mehrheit im Rat lehnt die getrennte Abstimmung allerdings ab. „Dementsprechend können wir das Konzept als Gesamtwerk nur ablehnen“, begründet die Fraktion ihre Entscheidung.

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