Bei der Anschaffung zeitgemäßer Software des Anbieters Microsoft für die Endgeräte von Schülern und Lehrkräften städtischer Schulen sieht die Stadt keinen Handlungsbedarf. Die Verwaltung empfiehlt in der entsprechenden Sitzungsvorlage, nichts an der aktuellen Situation zu verändern. Das sorgt bei der CDU-Fraktion für Unverständnis.

„Schule hat die Aufgabe, unsere Kinder auf ihr Leben vorzubereiten. Dazu gehört auch der Umgang mit geläufiger Software für Texte, Tabellen und Präsentationen“, meint der Sprecher im Schulausschuss, Philip Schönfeld. Auf dem Arbeitsmarkt werde genau das erwartet. Hinzu komme das Problem, dass die aktuellen kostenfreien Programme in den Schulen häufig nicht mit den Programmen auf den heimischen Computern kompatibel sind. Das erschwere die Zusammenarbeit in einer zunehmend vernetzten und digitalisierten Bildungslandschaft enorm.

Schließlich gehe es auch darum, wie sich der Schulstandort Ibbenbüren entwickeln und regional behaupten kann. „Gründe genug, um nachzusteuern und sinnvoll in die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler zu investieren“, so Philip Schönfeld.

Eigentlich möchte die CDU-Fraktion sogar noch einen Schritt weiter gehen: Auch die cloudbasierte Variante „Microsoft 365“ soll den Schulen zugänglich gemacht werden. Auch wenn es diesbezüglich bislang keine verbietende Rechtsprechung gebe, stünden immer noch datenschutzrechtliche Bedenken des Landes Nordrhein-Westfalen im Raum, die man nicht ignorieren könne.

„Wir wollen aber keine Zeit verlieren und deshalb den ersten Schritt mit einfachen Microsoft Office Lizenzen schon jetzt machen. Das eventuelle Update auf die erweitere Variante sollten wir im Auge behalten und nach der Klärung rechtlicher Fragen wieder beraten“, erklärt Schönfeld weiter.
Die Haltung der Schulen in Ibbenbüren sei übrigens eindeutig: Alle Akteure wünschen sich den einheitlichen Einsatz von professionellen Arbeitsmitteln, im digitalen und analogen Raum.

Ulrike Sackarndt, Fraktionsvorsitzende der CDU, unterstreicht: „Für uns ist klar, dass wir allen Kinder beste Bedingungen in der Bildung und einen guten Start in ihr Berufsleben ermöglichen wollen. Deshalb setzen wir uns auch weiter für die zeitgemäße Ausstattung unserer Schulen ein.“ Die CDU-Fraktion hofft darauf, dass die anderen Parteien ihrer Initiative in der nächsten Ratssitzung am Mittwoch folgen werden.

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